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Juni: Landkreismeister EZF Allg. Klasse

Zeitungsbericht Miesbacher Merkur: verfasst von Marc Lamberger

Juli: Eliminator Bad Goisern - Top Resultat 6.ter bei starker Besetzung

Nach einer gut zweistündigen nervenraubenden Anreise über die Salzburger Autobahn, kam ich um 13 Uhr in Bad Goisern im Salzkammergut an. Hier startete um 15.45 Uhr die Qualifikation des ersten Eliminator Sprint in Rahmen des Salzkammergut Trophy. Nach dem abholen der Startnummer, ging es sofort auf den 650 Meter langen Kurs, welcher in der Quali, dem Achtel und Viertelfinale jeweils einmal umrundet und im Halb-, dem kleinen und großen Finale zweimal absolviert werden musste. Der Start des Sprints war zentral im Ortskern von Bad Goisern, der Heimat von Hubert van Goisern. Gestartet wurde von einer Holzrampe, hier startete in der Quali ein Fahrer nach dem anderen wie bei einem Einzelzeitfahren, gestartet wurde im Abstand von 30 Sekunden. Nach der Zeit der Qualifikation, welche über das weiterkommen von 32 Fahrern ins Achtelfinale, auch über die Heats sowie über die Startposition auf der Rampe entscheidet.

Beim Start musste anders als im Weltcup mit einem Fuß am Boden gestartet werden, hierbei war es sehr schwierig, da die Rampe sehr kurz und steil war, möglichst noch vor dem abwärtsfahren in das Pedal zu kommen, was mir sehr schnell gelang, perfekter Start. Die gestapelten Baumstämme, die verwinkelten Gassen, die lange gerade vor dem Jump, die Abfahrt, das Tunell, die Fußgängerbrücke und die Steilkurve vor der Zieldurchfahrt waren nun noch sturzfrei und möglichst in bester Zeit zu bewältigen, mit der 6.st besten Zeit von knapp 50 Athleten aus einigen Nationen, sehr geil.

Als sechst Schnellster Athlet konnte ich mir im sechsten von acht Läufen als erster der Vier Fahrer meinen Startplatz wählen. Ich nahm den Startplatz ganz links aussen, da ich wenn ich am besten vom Start wegkomme die Kurve sehr schön schneiden kann. Gesagt, getan, den besten Start meines Heats und sofort in Führung, jetzt nur noch Tempo halten, die Hindernisse mit Bravur bewältigt und souverän mein Achtelfinale gewonnen.

 

Nach dem Lockern und warm up auf der Rolle, welches zwischen den Heats praktiziert wird, wurden auch schon die Ergebnisse der anderen Heats ausgehangen und durchgesagt, welche Fahrer im Viertelfinale miteinander starten. Wie im Achtelfinale schon steigen immer die zwei schnellsten Fahrer auf. So war mein Ziel im Viertelfinale wieder zu bestehen um im Halbfinale zu starten.

Nach einem Ähnlich guten Start, wie im Achtelfinale konnte ich mich wieder an die Spitze setzten, verlor jedoch nach einer engen Kurvenfahrt die Führungsposition, welche ich mir auf der langen Gerade vor dem Sprung wieder sichern konnte und locker in den letzten Downhill gehen, bevor ich auch das Viertelfinale für mich entscheiden konnte.

 

Halbfinale erreicht...bei Starten wie dem Österreichischen-, sowie Europameister und Weltcup Führenden Daniel Federspiel, sowie sein Teamkollege Karl Markt der im XC 2012 20.ter in London bei Olypia wurde kein Kinderspiel. Bart Brentjens der Olypiasieger, sowie der dreifache Marathon Meiter Max Friedrich, der Romänische Meister XC. Sowie auch Samuel Gaze der Neuseeländer, welcher amtierender Australischer Meister ist. Auch der Tscheche Lubomir Vojta, welcher einer der besten Tschechischen Bahn Sprinter und XCE Pilot ist. Um nur einige der Athleten aufzuführen.

 

Wie es auch irgendwann kommen muss Startete ich im Halfinale gegen Favorit Daniel Federspiel, der Österreicher der in der Saison 2013, jeden Sprint bei dem er Antritt für sich entscheiden konnte.

Jetzt galt es zwei Runden zu absolvieren. Hier war klar das taktiert wird, so wollte keiner Führungsarbeit leisten um Kräfte zu sparen, so auch ich. Nach einem wiederholt perfektem Start konnte ich in Führung gehen. Auf der Geraden fuhr ich dann im Winschatten. Kurz bevor es in den Downhill ging, passte ich einen guten Momment ab und Sprintete in die Führung um bei der Zieldurchfahrt auf die zweite Runde die beste Ausgangsposition zu haben. Hier konnte ich trotzdem nicht die Führung behalten, an Stelle drei ging es auf die Gerade und den Jump, hier wollte ich wieder an Position zwei gehen, jedoch drängte mich der Tscheche Lubomir Vojta immer weiter nach rechts, wo es einen steilen Abhang hinunter ging. So verlor ich an Tempo und konnte auch nach dem Jump nicht an Lubomir vorbei gehen. Ich hing an seinen Hinterrad als es die letzten Meter Richtung Ziel ging, bei einem Spannenden Finish konnte ich noch kräfte mobilisieren, jedoch genügte dies um circa eine halbe Radlänge nicht. Finale versäumt...

 

Nun galt es noch sich im kleinen Finale zu behaupten hier ging es um die Plätze 5-8, dabei versuchte ich den fünften Platz zu erkämpfen, was jedoch der Achte der Australischen Meisterschaft auch schon ankündigte. In der ersten Runde hielt ich in der Führungsposition das Tempo mit Absicht sehr niedrig, bis zum Ende der ersten Runde ein Sprint durch die Konkurrenz kam.

Ich konnte als erster durchs Ziel kommen, hier wurde noch eine Attacke gesetzt, bei welcher ich nicht standhalten kann, jedoch hatte ich schon jede Menge Vorsprung auf den 7.ten.

Nach einer weiteren Attacke von mir, musste ich einsehen das der Neuseeländer Adrian Retief der stärkere ist. So wurde ich bei sehr starkem Starterfeld super 6.ter und damit bester Deutscher.

 

  1. Daniel Federspiel, AUT

  2. Gaze Samuel, NZL

  3. Markt Karl, AUT

  4. Lubomir Vojta, CZE

  5. Adrian Retief, NZL

  6. Vitus Wagenbauer, GER

  7. Andreas Fuchs, AUT

  8. Pavel Kuzma, CZE

 

Ergebnisse: www.salzkammergut-trophy.at

 

Juni: Worldcup -XCE Val di Sole

 

Nach verspäteter Anreise am Renntag in Val di Sole, musste ich erst eimanl um meinen Start bei meinem zweiten Weltcup in der Sprintdisziplin bangen da die Startnummernausgabe bis exakt Zwölf Uhr Mittag vom Weltverband UCI festgelegt wurde. Durch mehrere Umleitungen auf Straßen, welche von den Unwettern beschädigt worden waren, bin ich erst um 12.15 also 15 Minuten zu spät zum Wettkampfbüro gekommen. Nach mehrmaligen Klopfen an die bereits abgesperrte Tür des Büros, öffnete mir eine Italienische Kommisärin, diese bittete ich höflichst auf Englisch mir noch eine Startnummer zu geben, was sie nach mehreren Anläufen auch machte.

 

Nun galt es noch eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, da das Offiezielle Training der Männer erst für 16 Uhr 30 angesetzt war. Als es dann so weit war konnte ich den Kurs bei einigen Durchfahrten genau betrachten um die optimale Linie zu finden, welche einerseits sicher zu bewältigen und anderseits sehr schnell ist. Der Start war diesmal anders als bei der Deutschen Meisterschaft in Singen und dem Weltcup in Albstadt nicht im Stadtzentrum, sondern dieser war nahe der Talstation einer Gondelbahn inmitten einer Wiese. Von hier ging es erst leicht ansteigend und nach circa 100 Metern ging es einen sehr steilen Schotterweg 40 Hm den Berg hinauf bevor es durch einen Parcour an Sprüngen, Steilkurven, Baumstämmen, Wellenbahn und einem mit großen Gesteinsbrocken gespickten Hügel nach unten vorbei am Warm up Zelt in der Wiese und nachfolgend am Start vorbei noch 50 Metern ins Ziel ging. In meinen Augen eine sehr anspruchsvolle Strecke, welche als Vorzeige Strecke für ein XCE Rennen gelten sollte.

 

Um 17 Uhr war das Training auch schon wieder zu Ende, und der Start der Frauen begann, es waren auch schon bald die Männer dran, da die Fahrer in der Qualifikation im 15 Sekunden Abständen auf die Strecke geschickt wurden. Mit Startnummer 95 ging ich als einer der letzten ins Rennen, Ich hatte nur noch zehn Starter hinter mir, so konnte ich mir bei der Zieldurchfahrt schon ausrechenen was ich maximal für eine Platzierung habe.

Nach einem nicht perfekten Start, konnte ich ein gutes Tempo aufnehmen, bis es zum Anstieg ging, hier galt es einfach alles aus einem rauszuholen, durch einen Schaltfehler jedoch ging mein hohes Tempo verloren und ich kam aus dem Rhythmus, das kostete mir einige Sekunden, den Downhill und den langen Zielsprint auf der kraftraubenden Wiese konnte ich jedoch wieder mit gutem Tempo durchbringen. Ob die Zeit jedoch zur Qualifikation, das heißt unter die besten 32 reicht? Nein als 34.ter kam ich ins Ziel, und viel noch weitere 4 Plätze zurück auf den 38.ten Platz. An meinem neuen Mtb dem Raven 1.0 in der neuen Radgröße 650 B der Firma Focus Bikes lag es nicht, das Material hielt mit Bravur und war erste Wahl. Mein Ziel bis ins Viertelfinale aufzusteigen war zerplatzt, nicht einmal das Achtelfinale war drin. Und das mit nur 8 Sekunden Rückstand auf den Zeitschnellsten der Quali. Nur zwei Sekunden schneller und ich wäre weiter gewesen. Jedoch zeigt dies wie hoch das Nivau in der noch jungen Sportart XCE, dem Sprint über maximal 1000 Meter ist.

 

Nun gilt es Sponsoren zu gewinnen um mein können weiterhin bei den folgenden World Cups unter Beweis stellen zu können, da der nächste WC in Vallnord in Andorra stattfindet und dies mit einem enormen Reiseaufwand verbunden ist.

 

Abschließend meinte der Nationaltrainer Peter Schaupp noch, das ich mir keinen Kopf machen solle, da schließlich einige nahmhafte Sprinter die Qualifikation nicht überstanden.

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